Einsatz: 2026-05-29 (Werkstatt)

Industriebrand

Datum: 29.05.2026
Einsatzzeit: 19.04 Uhr – 04.15 Uhr
Einsatzort: Füssen, Kemptener Straße 57
Alarmierung durch:
ILS Allgäu
Stichwort: B 4 – Industrieanlage
Lagemeldung: Werkstattbrand
Gesamtstärke: 139

Lage beim Eintreffen

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus dem Dach eines Gebäudes. Aufgrund der starken Brandentwicklung sowie der schwierigen Zugänglichkeit im Dachbereich war ein Innenangriff zunächst nicht möglich. Umgehend wurde ein umfassender Löschangriff von außen eingeleitet.

Einsatzverlauf

Zur Koordination der umfangreichen Maßnahmen wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet und die Einsatzleitung strukturiert aufgebaut. Frühzeitig erfolgte eine Vollsperrung der Kemptener Straße sowie angrenzender Bereiche.

Wichtige Maßnahmen im Einsatzverlauf:

  • Aufbau mehrerer Einsatzabschnitte (Ost/West)
  • Einsatz der Drehleiter zur Brandbekämpfung im Dachbereich
  • Öffnung des Daches zur Brandbekämpfung mittels Atemschutztrupps
  • Nachforderung zusätzlicher Atemschutzgeräteträger und einer Drehleiter
  • Einrichtung einer Atemschutzsammelstelle
  • Aktivierung einer Bevölkerungswarnung
  • Sicherstellung der Energieversorgung (abschalten des Stroms)
  • Unterstützung durch Polizei und Rettungsdienst
  • Einsatz eines Baggers zur Öffnung der Dachkonstruktion
  • Drohneneinsatz zur Lageerkundung

Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass sich der Brand insbesondere im Dachstuhl sowie im Bereich eines Kamins ausgebreitet hatte. Immer wieder aufflammende Glutnester erschwerten die Löscharbeiten erheblich.

Auf dem Gebäude wurde ein Mobilfunkmast festgestellt, der jedoch nicht gesichert werden musste.

Besondere Vorkommnisse

  • Innenangriff zeitweise nicht möglich aufgrund intensiver Brandentwicklung und Einsturzgefahr
  • Fund einer Waffe im Gebäude (durch Polizei sichergestellt)
  • Vollbrand eines Dachbereiches sowie erhebliche Schäden im Gebäudeinneren
  • Verkaufsraum komplett zerstört (Totalschaden durch Feuer, Rauch und Löschwasser)


Versorgung und Organisation

Die Versorgung der Einsatzkräfte wurde durch den Rettungsdienst sichergestellt. Eine Atemschutzwerkstatt war im nahegelegenen Feuerwehrhaus im Einsatz, um den hohen Bedarf an Atemschutzgeräten abzudecken

Einsatzkräfte

Im Einsatz waren folgende Kräfte aus dem Ostallgäu:

Feuerwehr Füssen

  • ELW 1
  • TLF 16/25
  • DLK 23/12
  • WLF mit AB Wasser 
  • HLF 20
  • V-Lkw

WF Deckel-Maho

  • DLK 23/12
  • HLF 20

Feuerwehr Hopfen am See

  • MTW
  • LF 10/6
  • TSF-W

Feuerwehr Pfronten-Dorf

  • TSF-W

Feuerwehr Pfronten-Weißbach

  • LF 8/6

Feuerwehr Schwangau

  • ELW 1
  • TLF 16/25
  • HLF 20
  • LF 8
  • GW-L 1

Feuerwehr Weißensee

  • MTW
  • LF 10/6

Kreisbrandinspektion

  • Kreisbrandinspektor
  • Kreisbrandmeister

Erster Bürgermeister der Stadt Füssen (Maximilian Eichstetter)

Rettungsdienst

Rettungsdienst Verpflegung

Energieversorger

Baggerunternehmen


Eingesetzte Geräte
32 x Atemschutz
2 x Wenderohr (Drehleiter)
4 x Hydranten
6 x C-Rohre
2 x Rettungssäge
2 x Einreißhaken
2 x Rettungssäge
9 x Stromerzeuger
11 x Beleuchtung

 

Einsatzende / aktueller Stand

Gegen Mitternacht zeigten die intensiven Löschmaßnahmen deutliche Wirkung. Der Brand konnte unter Kontrolle gebracht werden, jedoch dauerten die Nachlöscharbeiten aufgrund vorhandener Glutnester weiter an.
Der Dachstuhl wurde teilweise mit schwerem Gerät geöffnet, um verbliebene Brandnester gezielt ablöschen zu können.

Fazit

Durch den koordinierten Einsatz einer großen Zahl an Kräften konnte ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Gebäude verhindert werden. Der Einsatz stellte hohe Anforderungen an Personal und Material, insbesondere durch die schwierige Zugänglichkeit des Brandherdes im Dachbereich.

Bilder

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