Bundesweiter Warntag am 08.12.2022

Das Landratsamt Ostallgäu teilt wie folgt mit:

Wir weisen darauf hin, dass neben den genannten Warnwegen (Medien, Cell Broadcast und Warn-App Nina) im Landkreis Ostallgäu lediglich die mobilen Sirenenanlagen der Stadt Marktoberdorf (Stadtteil Leuterschach), der Gemeinde Günzach und – neu – der Stadt Buchloe am Warntag ausgelöst werden.

Das Landratsamt Ostallgäu teilt wie folgt mit:

Wir weisen darauf hin, dass neben den genannten Warnwegen (Medien, Cell Broadcast und Warn-App Nina) im Landkreis Ostallgäu lediglich die mobilen Sirenenanlagen der Stadt Marktoberdorf (Stadtteil Leuterschach), der Gemeinde Günzach und – neu – der Stadt Buchloe am Warntag ausgelöst werden.

Cell Broadcast: Neues Warnsystem für Katastrophen in Deutschland

Wenn am 8. Dezember Ihr Handy, Smartphone oder Tablet eine unbekannte Meldung anzeigt, sind Sie gut gerüstet. Dann wird die neue Warntechnik Cell Broadcast zum ersten Mal bundesweit getestet. Hier lesen Sie die wichtigsten Infos dazu.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Warnungen vor Unwetter, Feuer, Flut und anderen Katastrophen sollen bald viel mehr Menschen in Deutschland erhalten als bisher.
  • Über Cell Broadcast können Rettungsleitstellen ihre Warnmeldungen an alle Mobilfunkgeräte in betroffenen Regionen verschicken.
  • Um die Warnungen zu bekommen, müssen Sie sich keine App installieren und nirgendwo registrieren. Ein eingeschaltetes Gerät im Mobilfunknetz genügt.

Wie werden Menschen vor Gefahren gewarnt, wenn sie keine Warn-App nutzen, weder Radio noch Fernsehen eingeschaltet haben und wenn es auch keine Sirenen in der Umgebung mehr gibt, die heulen könnten? Cell Broadcast soll die Antwort sein. Mehrere Bundesbehörden, die Mobilfunkbetreiber in Deutschland und Handyhersteller sind an der Entwicklung beteiligt.

Einen ersten bundesweiten öffentlichen Test gibt es am 8. Dezember 2022. Wenn Sie dann eine unbekannte Nachricht bekommen, ist das also nicht unbedingt eine neue Betrugsmasche. Die Testphase von Cell Broadcast soll Ende Februar 2023 enden. Dann soll das System voll einsatzbereit sein, plant das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Energiekrise: Tipps zum Energie sparen

Hier finden Sie nützliche und aktuelle Informationen zurm Energie sparen:

HEIZEN

Schon ein Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizkosten. Die ideale Temperatur für Wohnräume liegt bei 20 Grad, im Schlafzimmer bei etwa 16 Grad. In Räumen, in denen Sie sich nicht ständig aufhalten, genügen ebenfalls 16 Grad. Im Bad gelten 23 Grad als Wohlfühltemperatur. Senken Sie nachts in allen Räumen die Temperatur ab. Halten Sie außerdem alle Heizkörper frei. Möbel oder Vorhänge hindern die warme Luft daran, sich auszubreiten. Lassen Sie im Winter bei Dunkelheit die Rollos herunter. Damit reduzieren Sie den Wärmeverlust über die Fenster um bis zu 20 Prozent.

Gekippte Fenster kühlen die Wände aus, Stoßlüften nach dem Motto „oft – kurz – kräftig“ sorgt dagegen für einen Luftaustausch. Lüften Sie daher lieber zwei bis drei Mal täglich für fünf bis zehn Minuten anstatt die Fenster den ganzen Tag in Kippstellung zu lassen. Bei Frost sollten Sie nicht länger als zwei bis drei Minuten lüften. Drehen Sie während des Lüftens die Heizung ab.

STROM

Verwenden Sie für Töpfe und Pfannen Deckel, so geht weniger Energie verloren. Sie senken damit den Stromverbrauch um bis zu zwei Drittel. Kochen Sie außerdem auf den passenden Herdplatten. Schalten Sie den Regler rechtzeitig zurück oder ab und nutzen Sie die Restwärme. Für den Herd gibt es kein EU-Label. Dennoch lohnt sich beim Neukauf ein Blick auf den Energieverbrauch. Ein Glaskeramik-Kochfeld ist energieeffizienter als gusseiserne Platten.

Verwenden Sie zum Erhitzen von kleinen Mengen Wasser den Wasserkocher. Er ist effizienter als ein Elektroherd. Wichtig dabei ist aber: Füllen Sie nur so viel Wasser in den Wasserkocher wie Sie benötigen. Jeder Liter unnötig erhitztes Wasser kostet Energie.

Beim Backen ist ein Vorheizen des Backofens in den seltensten Fällen nötig. Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als notwendig. Schalten Sie den Ofen zehn Minuten vor Ende der Garzeit aus und nutzen Sie die Restwärme. Braten Sie nur größere Fleischstücke (mindesten ein Kilogramm) im Backofen, kleinere Stücke im Topf auf der Herdplatte.

Das rote Lämpchen leuchtet noch am Fernseher? Dann ist das Gerät im Standby-Modus und verbraucht unnötig Strom. Bei Geräten ohne richtigen Ein- und Ausschalter können Sie eine schaltbare Steckdosenleiste verwenden oder den Netzstecker ziehen.

Benutzen Sie den Fön so wenig wie möglich, er ist ein großer Stromfresser. Im Sommer können Sie die Haare an der Luft trocknen lassen. Falls Sie eine elektrische Zahnbürste haben, stellen Sie die Zahnbürste nur einmal pro Woche auf die Ladestation.

Herkömmliche Glühlampen verschwenden Energie: 95 Prozent des Stroms verpuffen als Wärme. Bis zu 80 Prozent Kosten können Sie einsparen, wenn Sie Energiesparlampen oder noch besser LED-Lampen verwenden. Um beispielsweise eine alte Glühlampe mit 60 Watt zu ersetzen, benötigen Sie eine Energiesparlampe mit nur elf Watt für die gleiche Lichtmenge. Die Lebensdauer von LED- und Energiesparlampen liegt um ein Vielfaches höher als bei Glühlampen. Bringen Sie Lampen nur dort an, wo das Licht tatsächlich benötigt wird, und lassen Sie das Licht nicht unnötig brennen.

Halten Sie bei Hitze tagsüber die Fenster und Türen geschlossen und lassen Sie Rollos herunter. Öffnen Sie Fenster und Türen erst, wenn es draußen kühler ist als innen – in den Sommermonaten also am späten Abend oder nachts. Mehrere geöffnete Fenster sorgen dann für Durchzug und Abkühlung. Weitere Kühlung erhalten Sie, wenn Sie tagsüber feuchte Tücher entweder vor das Fenster oder auf einen Wäscheständer aufhängen.

+7 Grad für den Kühlschrank und -18 Grad für das Gefriergerät reichen vollkommen aus, um Lebensmittel zu kühlen. Vermeiden Sie unnötiges Öffnen und stellen Sie keine warmen Speisen hinein. Tauen Sie das Gefrierfach ab, sobald die Eisschicht einen Zentimeter beträgt. Stellen Sie den Kühlschrank nicht neben Geräte, die Wärme abstrahlen. Halten Sie das Lüftungsgitter frei.

Kühlschränke werden mit dem EU-Label zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs ausgezeichnet. Diese Angaben helfen Ihnen dabei, ein energieeffizientes Gerät zu finden. Ein alter Kühlschrank ist ein richtiger Stromfresser: Rund 45 Prozent können Sie mit einem A++-Gerät gegenüber einem A-Gerät sparen. Übrigens lohnt sich eine Neuanschaffung bereits nach rund zehn Jahren und zwar auch dann, wenn ihr altes Gerät noch funktioniert hat.

Dass die Waschmaschine nicht halbvoll laufen sollte, ist nicht neu. Aber es gibt noch mehr, auf das man beim Waschen achten kann: Statt 60 Grad reichen meist auch 40 Grad aus, mit kaltaktiven Waschmitteln sogar noch weniger. Ein Waschgang bei 40 Grad bringt dabei im Vergleich zu 60 Grad etwa 50 Prozent Energieeinsparung. Verzichten Sie außerdem auf die Vorwäsche und den Trockner. Setzen Sie die Vorwäsche nur bei extrem verschmutzter Wäsche ein, nutzen Sie bei leicht verschmutzter Wäsche das Kurzwaschprogramm. Trocknen Sie Ihre Wäsche auf der Wäscheleine anstatt im Trockner. Gut geschleuderte Wäsche trocknet schneller.

Achten Sie beim Gerätekauf auf das EU-Energielabel. Die Energieeffizienzklasse A und höher (A+++ bei Kühlschränken) steht für den sparsamsten Verbrauch. Aber auch bei sparsamen Elektrogeräten gilt: Je größer das Gerät, desto höher in der Regel der Stromverbrauch. Fragen Sie sich also: Benötigen Sie das Gerät in dieser Größe?

Die Energiebilanz ist bei Akkus um ein Vielfaches geringer als bei Batterien. Die Anschaffung von Ladegerät und Akkus lohnt sich bereits nach etwa zehn Ladezyklen. In der Regel können Akkus einige hundertmal wieder aufgeladen werden. Es empfiehlt sich die Anschaffung eines Universal-Ladegeräts für unterschiedliche Akkutypen.

Setzen Sie auf die Energiequellen der Zukunft und wechseln Sie zu Ökostrom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Sonnenenergie, Erdwärme und nachhaltig gewonnener Biomasse. Der Stromwechsel ist in ganz Deutschland für alle Haushalte und Unternehmen möglich. Die CO2-Emissionen für Ökostrom betragen nur etwa 40 Gramm je Kilowattstunde, normaler Strom verursacht über 600 Gramm. Wichtig bei der Auswahl des Anbieters: Das „ok-power“-Label oder das „Grüner Strom“-Label stellen sicher, dass der Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien fördert.

Wasser

Ein Vollbad benötigt etwa dreimal so viel Energie eine Dusche. Stellen Sie die Temperatur an elektrischen Durchlauferhitzern so ein, dass nahezu kein Kaltwasser mehr beigemischt werden muss. Duschen Sie möglichst kurz und stellen Sie das Wasser beim Einseifen ab.

Durch einen Standard-Duschkopf rauschen mehr als 20 Liter Wasser pro Minute, so dass nach etwa sieben Minuten genauso viel Wasser und Energie verbraucht wurden wie bei einem Vollbad. Ein Wassersparduschkopf oder ein eingebauter Durchflussbegrenzer senken den Verbrauch um bis zu 50 Prozent.

Statten Sie die Toilette mit einem Sparspüler aus. Damit verbrauchen Sie pro Jahr und Person bis 6.500 Liter Wasser weniger.

Reparieren Sie einen tropfenden Wasserhahn sofort. Ein Tropfen pro Sekunde bedeutet rund 7.000 Liter Wasserverlust im Jahr.

Geschirr nicht unter fließend warmen Wasser abspülen. Besser im Spülbecken oder in einer Schüssel abspülen, anschließend mit kaltem Wasser nachspülen. Eine Spülmaschine ist dann sparsamer als die Handwäsche, wenn sie voll beladen ist und eine möglichst niedrige Spültemperatur gewählt wird. Ein Vorspülen des Geschirrs unter fließendem Wasser ist übrigens nicht notwendig.

Stellen Sie zum Sammeln von Regenwasser im Garten Regentonnen auf oder installieren Sie eine Zisterne. Wässern Sie Ihre Pflanzen nur, wenn es wirklich notwendig ist. Wässern Sie möglichst in den frühen Morgenstunden oder spätabends, wenn es kühl ist, da sonst ein großer Teil des Gießwassers in der Sonne verdunstet.

UNTERWEGS

Autofahren ist umweltbelastend und im Stadt- und Berufsverkehr vor allem anstrengend. Legen Sie kurze Strecken mit dem Fahrrad statt dem Auto zurück und benutzen Sie bei längeren Strecken öffentliche Verkehrsmittel. Im Stadtverkehr sind Sie mit dem Rad häufig schneller am Ziel und ersparen sich die zeitraubende Parkplatzsuche.

Waschen Sie Ihr Auto in der Waschanlage anstatt zu Hause. Waschanlagen verbrauchen die Hälfte der Wassermenge, die Sie bei einer manuellen Autowäsche benötigen.

Quelle: Stadt Nürnberg

Unwetter über Füssen: Stadtwerkeleiter rät Hausbesitzern, Grundstücksentwässerung auf Vordermann zu bringen

Füssen – Um Häuser vor Unwetterschäden zu schützen, sieht Helmut Schauer, Leiter der Stadtwerke Füssen, neben der Politik auch die Grundstücksbesitzer selbst ein Stück weit in der Pflicht. 

„In Zukunft werden sich Starkregenereignisse häufen“, meint Schauer mit Blick auf den Klimawandel. Deshalb sollten Bürger selbst darauf achten, dass sie ihr Haus schützen. Und das fange schon beim Ort an, an dem man sein Eigenheim baut. Denn das Unwetter am vorvergangenen Montag habe gezeigt, dass selbst ein kleiner Hang in direkter Nachbarschaft bei Starkregen fatal sein kann. Das Wasser von der Bad-Faulenbach-Schlucht sei nur so auf die Morisse heruntergeschossen und habe den gesamten hinteren Parkplatz überflutet, berichtet Schauer.

Rückstausicherung einbauen

„Spätestens jetzt sollte man die private Grundstücksentwässerung auf Vordermann bringen“, richtet er seinen Appell an alle Hausbesitzer. Ein wichtiges Thema ist dabei die Rückstausicherung, also Sperren, die verhindern, dass Abwasser aus dem Kanalsystem zurück in die Häuser gedrückt wird. Denn alles, was mit dem Kanal verbunden ist, bildet ein Rohrsystem. Schüttet es aus Eimern, kann es sein, dass sich das Abwasser im Kanal derart staut, dass es zurück in die Hausabflussleitungen gedrängt wird. Da es dort in der Regel höchstens bis auf das Niveau der Rückstauebene ansteigt, kann es alle tieferliegende Bereiche wie den Keller überfluten. „Siphons, Abläufe, Sanitäranlagen, Schächte – alles, worüber Wasser eindringen kann, gehört regelmäßig gewartet und gereinigt“, unterstreicht Schauer.

Lohnende Investition

Dabei sollte man aber nicht selbst an den Rohren herumbasteln, sondern mit einem Profi durchs Haus gehen. Diese Investition lohne sich. Denn im schlimmsten Fall ist der Schaden, den Hochwasser im Haus verursacht, zigfach höher. „Bei bestimmten Bauten kann man die Rückstausicherung noch nachrüsten.“ Weitere konkrete Tipps dazu geben die Stadtwerke auf ihrer Homepage unter www.stadtwerke-fuessen.de.

Politik ist gefordert

Daneben sei aber auch die Politik bei der Ausweisung von Baugebieten gefordert, betont Schauer. „Ein großer Fehler in der Vergangenheit war, Flächen zu stark zu versiegeln.“ Wasser, das vor Ort im Boden versickert, braucht schon einmal keinen Platz im Kanalsystem. Übergroße Rohre im Untergrund zu verlegen, um auf mögliche Starkregenereignisse vorbereitet zu sein, sei dagegen keine Lösung. „Wenn die zwei Jahre nicht gefüllt sind, entstehen andere Probleme.“

Schon bei der Erschließung neuer Wohngebiete sollte die Berücksichtigung der neuen klimatischen Bedingungen genau wie die Energieversorgung unter die Top drei der Prioritätenliste fallen. „Das gehört unbedingt in die Bauleitplanung rein“, betont der Werkleiter. Dabei stelle sich die Frage, wie das Wasser so aufgefangen werden kann, dass es erst verzögert in den Wasserkreislauf zurückgegeben wird. „Da kann man verschiedene Maßnahmen angehen“, meint Schauer. „Das fängt bei der Dachbegrünung an.“ Gleichzeitig müsse aber auch klar sein: „Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht.“

Quelle: www.merkur.de

Lange Nacht der Feuerwehr

Füssen hilft Ukraine – 3 Möglichkeiten der Unterstützung

Bürgermeister Maximilian Eichstetter ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Ukrainerinnen und Ukrainern nach Kräften zu unterstützen. Die Stadt Füssen ermöglicht drei direkte Möglichkeiten der Hilfe:

1. Bereitstellung von Unterkünften im Füssener Land

Wer Flüchtlingen eine Wohnung oder ein Zimmer zur Verfügung stellen kann, kann dies der Stadt melden. Die Stadt listet die Angebote und übermittelt diese gleichzeitig dem Landratsamt Ostallgäu – sobald Bedarf besteht, werden Sie benachrichtigt.

  • Meldung an asyl@fuessen.de
  • Benötigte Informationen:
    • Wie viele Personen können aufgenommen werden?
    • Können Haustiere aufgenommen werden?
    • Wie lange können Sie die Unterkunft anbieten?

2. Geldspenden
(werden für Sachspenden für zurückgebliebene/an der Grenze festsitzende Flüchtlinge verwendet)

Füssen akquiriert Geldspenden für die Kaufbeurer Hilfsorganisation Humedica, die damit Hilfsmittel anschafft und an die Rumänische Grenze bringt.

  • IBAN: DE35 7345 0000 0000 0047 47
  • humedica e.V.
  • Verwendungszweck: Füssen LKW für Ukraine

Humedica schickt einen LKW los, sobald 10.000 Euro an Spenden eingegangen sind (die Kosten für den LKW betragen 3000 Euro, die Kosten für die Ware 7000 Euro). Sachspenden von Unternehmen (z.B. Schlafsäcke) kommen noch obendrauf, sodass sich die Fahrt des LKW noch mehr lohnt!

3. Sachspenden
(Organisation derzeit noch im Aufbau!)

Sobald Strukturen vor Ort herrschen, können wir auch Sachspenden entsenden. Unsere Vereine haben bereits Hilfe zur Organisation zum Einsammeln von Sachspenden bereitgestellt. Die Stadt Füssen organisiert und koordiniert derzeit Termine. Gerne können Sie bereits Sachspenden vorbereiten und gesammelt abgeben, sobald Annahmestelle und Termin der Annahme feststeht (wird hier bekanntgegeben).

Quelle: Stadt Füssen

Sturm und Unwetter

So schützen Sie sich und andere

Nach der Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist in Deutschland auch in den kommenden Tagen mit Sturmböen und Unwetter zu rechnen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt Hinweise, wie Sie sich und andere dabei schützen können.

Allgemeine Hinweise:

Bei schweren Gewittern, Sturmböen oder auch Wirbelstürmen bleibt durch die Unwetterwarnungen in den Medien vielfach genug Zeit, die Gefahren zu reduzieren und Schäden zu vermeiden oder zu mindern. Dabei ist es wichtig, dass Sie die Möglichkeit nutzen, die Wetterberichte zu verfolgen und ggf. Unwetterwarnungen zu befolgen. Beachten Sie bitte stets auch die aktuellen Wetterwarnungen des DWD.

Generell sollten Sie bei Unwettern griffbereit haben:

  • ein netzunabhängiges UKW-Radio mit ausreichenden Batterien
  • netzunabhängige Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen
  • Notgepäck und wichtige Dokumente für den Fall, dass Sie ihre Wohnung verlassen müssen.

Extratipp:

In der Dokumentensicherung sollte eine Dokumentation Ihres Eigentums z. B. in Form von Fotos enthalten sein. Wird Ihr Haus oder Fahrzeug bei einem Unwetter beschädigt, kann dies für den Nachweis bei der Versicherung hilfreich sein.

Zur Vorbereitung auf Sturm und Unwetter sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Sichern Sie außenstehende Mülltonnen und schließen Sie Gartenmöbel weg.
  • Bringen Sie auch Blumentöpfe und andere bewegliche Gegenstände auf Balkonen und Dachterrassen in Sicherheit.
  • Parken Sie Ihren Wagen in der Garage oder mit großem Abstand von Häusern sowie Bäumen. Je höher die gefährlichen Objekte, desto länger sollte der Abstand sein.
  • Präventiv können Hausbewohner vor allem das Dach schützen, das einem Sturm viele Angriffsflächen bietet. Ziegel mit Sturmhaken sichern die Dachdeckung vor Windsog, der vor allem an den Rändern und dem Dachfirst auftritt.
  • Auch Kaminabdeckungen, Antennen und Satellitenschüsseln sollten regelmäßig auf ihre Stabilität überprüft werden.

Verhalten bei einem Sturm:

  • Während eines Sturmes sollten Sie sich nicht draußen aufhalten, sondern in festen Gebäuden Schutz suchen.
  • Werden Sie im Freien überrascht und können kein Gebäude mehr aufsuchen, so suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben auf, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.
  • Versuchen Sie auf Ihrem Weg in ein Gebäude einen Bogen um Wälder und Freileitungen zu machen.
  • Bevor Sie in die Nähe eines Hauses kommen, kann ein Blick nach oben lebenswichtig sein. Denn häufig lösen sich Dachziegel und werden auf den Boden geschleudert.
  • Meiden Sie ebenfalls die Nähe von Baugerüsten und baufälligen Häusern, von denen sich Gerüst- und Fassadenteile lösen könnten.
  • Schließen Sie im Inneren des Gebäudes Fenster und Türen sowie Rollläden oder Fensterläden.
  • Halten Sie sich von Öffnungen fern, die nicht auf diese Art zusätzlich geschützt werden können, wie z. B. Dachluken.
  • Suchen Sie bei einem Wirbelsturm möglichst einen tief liegenden Raum, z. B. Keller oder einen innen liegenden Raum Ihres Wohnbereiches auf.
  • Kraftfahrzeuge, Wohnwagen und leichte Gebäude wie Holzbauten bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz.
  • Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie z. B. Hallen.

Verhalten bei starken Regenschauern:

  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen, damit keine Regenböen Wasser in den Wohnbereich drücken können, bedenken Sie evtl. vorhandene Dachluken.
  • Achten Sie darauf, dass in Ihrer Wohnung kein Durchzug entstehen kann, der bei plötzlich zuschlagenden Türen oder Fenstern zu Schäden führt.
  • Bedenken Sie, dass starker Wind das Regenwasser schräg durch Öffnungen eindringen lassen kann und hierdurch eventuell elektrische Geräte oder Anschlüsse gefährdet werden könnten.
  • Bei sehr starken Niederschlägen könnte Wasser in die tiefer gelegenen Räume (Keller) eindringen, ggf. sollten Sie elektrische Geräte im Kellerbereich vom Netz nehmen und durch Wasser gefährdete Sachen erhöht lagern.
  • Bei Freisetzung gefährlicher Substanzen, wie z. B. Heizöl, verständigen Sie die Feuerwehr.
  • Bei starken Niederschlägen kann die Kanalisation überfordert werden und das Wasser fließt möglicherweise nur langsam ab, so dass Straßen überflutet sein können.
  • Beachten Sie, dass dadurch Schäden in der Straßendecke oder vom Wasserdruck angehobene Kanaldeckel bedeckt sind und somit zu einer Gefahr werden können.

Verhalten bei Gewitter:

Bei Gewittern, bei denen es zu Blitzentladungen kommt, die ein hohes elektrisches Potenzial freisetzen, treten zusätzliche Gefahren auf.

Beachten Sie hierbei:

  • Blitzentladungen suchen sich einen hohen Punkt, z. B. aufragende Bäume, Masten, Antennen und dergleichen. Halten Sie sich von solchen Objekten fern.
  • Werden Sie im Freien (z. B. auf einer Wiese) überrascht, machen Sie sich so klein wie möglich. Gehen Sie in die Hocke auf die Zehenspitzen mit möglichst eng aneinander stehenden Füßen oder suchen Sie Schutz in einem Gebäude.
  • Verlassen Sie ihr Kraftfahrzeug nicht und berühren Sie im Inneren keine blanken Metallteile. Das Fahrzeug wirkt wie ein Farradayscher Käfig und leitet elektrische Entladungen ab, so dass Sie im Fahrzeuginnenraum geschützt sind.
  • Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern.

Durch die elektrische Entladung eines Blitzes kann es im Stromnetz zu Überspannungen kommen. Sofern Ihre Sicherungen keinen ausreichenden Überspannschutz haben, können Sie elektrische Geräte durch Stromleisten mit integriertem oder zwischengeschaltetem Überspannungsschutz gegen Überlastung schützen.

Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Blitzschutzanlage Ihres Hauses, da der Blitzschlag über das Stromnetz für Überspannung sorgen kann. Ggf. nehmen Sie empfindliche elektrische Geräte, wie Fernseher oder Computer, vom Netz.

Ein Blitzeinschlag in das Mauerwerk eines Gebäudes kann dieses erheblich beschädigen. Feuchtigkeit in einer Mauer wird durch den Blitzschlag eventuell verdampft. Es entsteht extremer Druck, der zu Rissen und Brüchen führen kann, welche die Tragfähigkeit erheblich beeinflussen können.

Verhalten nach einem Unwetter:

  • Je nach Art des Unwetters sollten Sie danach auf eventuelle Schäden wie Wassereinbruch oder Glasbruch usw. kontrollieren.
  • Nehmen Sie elektrische Geräte nur in Betrieb, wenn Sie sicher sind, dass diese nicht mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen sind.
  • Wurde jemand verletzt, so leisten Sie erste Hilfe und lösen Sie den Notruf aus.
  • Ist das Gebäude beschädigt, so verlassen Sie es sicherheitshalber und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde.
  • Wenn nach einem Sturm das Dach beschädigt wurde und z. B. Dachpfannen lose sind und herabzustürzen drohen, so halten Sie sich bitte aus dem Sturzbereich fern, er beträgt normalerweise ein Drittel der Höhe von Erdgleiche zur Regentraufe Verständigen Sie die Feuerwehr, damit die Gefahr beseitigt werden kann oder eine Absperrung erfolgt.

Zusatztipp:

  • Wenn Sie Haus- oder Nutztiere haben, bedenken Sie bitte, dass die Tiere durch ein Unwetter stark verängstigt werden können.
  • Versuchen Sie beruhigend auf die Tiere einzuwirken, wenn die Umstände dies zulassen und achten Sie darauf, dass die Tiere den schützenden Bereich nicht verlassen können.

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungschutz und Katastrophenhilfe

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