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Alte Handys bitte nicht in die Schublade legen: Feuerwehrmann warnt vor akuter Brandgefahr
Alte Smartphones landen häufig für Jahre in der Schublade. Dabei bleiben ihre Akkus nicht einfach „aus“ – sie altern weiter und können instabil werden. Ein echtes Brandrisiko!
Viele Menschen kennen die Situation: Nach dem Kauf eines neuen Handys wandert das alte Smartphone „für alle Fälle“ in eine Schublade. Dort bleibt es dann häufig über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte liegen. Was jedoch den wenigsten bewusst ist: Genau diese vermeintlich unproblematischen Geräte können im eigenen Zuhause zu einer ernstzunehmenden Brandgefahr werden.Â
Auch ein leerer Akku birgt Gefahren
Die Ursache liegt in den eingebauten Lithium-Ionen-Akkus. Auch wenn ein Gerät scheinbar leer ist oder über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wurde, bleibt der Akku ein chemisch aktives Bauteil. Mit der Zeit können sich im Inneren Veränderungen entwickeln: Die verwendeten Materialien altern, Strukturen im Akku verlieren an Stabilität und es können chemische Reaktionen auftreten, die unkontrolliert ablaufen. Besonders problematisch ist der Zustand, wenn Akkus entweder komplett entladen oder vollständig aufgeladen sind. In solchen Extrembereichen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Akku instabil reagiert.
Dafür sind weder hohe Spannung noch starke äußere Einwirkungen erforderlich. Bereits ein auf den ersten Blick unauffälliger Defekt kann dazu führen, dass sich der Akku im Inneren erhitzt. In der Folge kann es zu einem sogenannten „thermischen Durchgehen“ kommen – der Akku entzündet sich selbst. Befindet sich ein solches Gerät unbemerkt in einer Schublade zwischen Papier, Textilien oder anderen leicht entflammbaren Gegenständen, kann sich aus einem zunächst kleinen Akkubrand rasch ein größerer Wohnungs- oder sogar Hausbrand entwickeln.
FeuerwehrWilli rät deshalb davon ab, alte Handys über viele Jahre aufzubewahren. Wer zu Hause noch nicht mehr genutzte Smartphones findet, sollte diese möglichst bald fachgerecht entsorgen. Geeignete Stellen sind kommunale Wertstoffhöfe, Sammelstellen für Elektronik oder entsprechende Rückgabemöglichkeiten im Handel.
Vorsicht bei der Entsorgung
Auch beim Transport zur Entsorgung ist Vorsicht geboten. Am sichersten ist es, das Gerät in einem möglichst feuerfesten Behältnis zu befördern – beispielsweise in einem alten Metallkochtopf mit Deckel. Auf diese Weise lässt sich das Risiko verringern, falls der Akku während des Transports reagieren sollte.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gilt: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Umso bedeutsamer ist eine funktionierende Grundausstattung im Haushalt. FeuerwehrWilli erinnert daher auch an die Wichtigkeit von Rauchmeldern. Diese sollten in allen vorgeschriebenen Räumen montiert und regelmäßig kontrolliert werden. Im Ernstfall können sie frühzeitig alarmieren und so wertvolle Zeit verschaffen, um sich in Sicherheit zu bringen.
Eindeutiges Fazit
Alte Handys gehören nicht in die Schublade, sondern in die fachgerechte Entsorgung. Ein kurzer Weg zur Sammelstelle kann im Zweifel verhindern, dass aus einem in Vergessenheit geratenen Gerät eine ernsthafte Brandgefahr entsteht.
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Quelle: FeuerwehrWilli
